Kurztrip in die Camargue

Der Wanderurlaub in den Bergen musste ausfallen und ein Alternativprogramm her. Ich erinnerte mich an Erzählungen von der Camargue. Zwei Stationen boten sich für uns an. Saintes-Maries-de-la Mer oder Le Grau-du-Roi sind zwei der zu empfehlenden Stationen, wenn man in der Nähe des Meeres bleiben möchte. Für uns war das wichtig, weil wir zwischendurch oder auch zum Ausklingen des Tages einen Strandspaziergang machen wollten.

Die bekanntesten Tiere der Camargue sind die Flamingos, die weißen Pferde und die Stiere. Die Stiere gibt es, wie auch die Pferde, nur hier. Sie wurden ursprünglich nur für den Stierkampf gezüchtet. Einen Kampf haben wir uns nicht angeschaut. Die französischen Kämpfe sind aber nicht so brutal wie die spanischen und sollen schon sehenswert sein. Das Treiben der Stiere durch die Stadt konnten wir uns leider nicht ansehen.

Die Vögel, vor Allem die Flamingos, kann man sich besonders nah im Parc Ornitholoqie du Pont de Gau anschauen. Hier werden die Tiere zusätzlich gefüttert und es gibt Wege durchs Gelände. Dadurch sind die Vögel die Nähe der Menschen gewöhnt und sie kommen zahlreich vor.

Aber auch an vielen anderen anderen Orten der Umgebung kann man immer wieder die Pferde, Stiere und Flamingos sehen.

Sehenswert ist Aigues Mortes, eine alte Festungsstadt mit vollständig erhaltener Stadtmauer, einem schönen Stadtkern und der Kirche Notre Dame des Sablons. Einen schönen Ausblick hat man von der Stadtmauer.

Saintes-Maries-de-la-Mer ist ein alter Wallfahrtsort, der im Sommer sehr überlaufen ist. Ursprünglich ein kleiner malerischer Fischerhafen. Das merkt man auch noch an der gemütlichen Atmosphäre. Mittlerweile gibt es viele Hotels, einen neuen Yachthafen, ein Aquarium. Im Sommer geht es hier auch nicht so ruhig zu wie zu der Zeil als wir dort waren. Sehenswert ist die Wehrkirche.

Nicht weit entfernt ist Grande-Motte. Hier hat in den fünfziger Jahren ein Architekt einen kompletten Urlaubsort entworfen. Zahlreiche moderne und interessante Gebäude säumen den kilometerlangen Sandstrand.

Wer sich noch für die Salinen interessiert kann diese in Aigues-Mortes ansehen oder auch in Salin-de-Giraud. Dort gibt es auch einen schönen Aussichtspunkt über das Gelände.

Mit der Fähre über die Rhone übergesetzt ist man schnell im Reserve Naturelle des Marais du Vigueirat. Gut ausgebaute Wanderwege aber auch geführte Wanderungen lassen einen das schöne Gebiet erleben und genießen.

Nicht fehlen durfte Arles.

Arles ist bekannt durch das sehr gut erhaltene Amphitheater und die weiteren antiken Bauwerke, die zum Weltkulturerbe zählen. Nicht zu vergessen ist aber auch die umfangreiche Sammlung von Picasso-Werken im Reattu-Museum. Auch van-Gogh hat hier über ein Jahr verbracht und es entstanden zahlreiche Zeichnungen und Gemälde von ihm in Arles.

Nicht zu vergessen ist das jährlich stattfindende Fotografie-Festival.

Arles ist auch ein sehr guter Standort für Ausflüge in die Camargue. Uns war in diesem Fall nur die Strandnähe wichtig.

Mit dem Reiseführer waren wir sehr zufrieden:

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