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Wandern auf den Azoren

Wandern auf den Azoren

Wandern auf den Azoren

Vorbereitungen

Unsere ursprüngliche Idee war, mit dem Fahrrad die Azoren zu befahren. Und dann sollten es natürlich alle 9 Inseln sein. Aber das hatten wir dann recht schnell verworfen, weil die zahlreichen Flugstrecken mit den Rädern einfach zu umständlich gewesen wären. Abgesehen davon hätte das vermutlich das Budget gesprengt.

Schnell waren wir dann beim Wandern gelandet. Allerdings musste ich die geplanten 2 Monate Sabbatical wegen einer OP stornieren und wir mussten alles etwas nach hinten schieben. So wurde es dann 1 Monat Sabbatical plus 2 1/2 Wochen Urlaub – ein paar Tage kamen dann im Laufe der Planungen noch dazu – so das wir insgesamt 8 Wochen zur Verfügung hatten.

Kurzfristig hatten wir noch 2 Tage vorne drangehängt, da die Flüge zu den Azoren da nur die Hälfte gekostet haben.

29.05.

Wir haben die Flüge für den 13.07. gebucht. Um flexibel zu sein nur die Hinflüge. Nun konnte bzw. musste die Detailplanung losgehen. Zelte sind bestellt, von denen wir dann eins behalten. Der Rest muss jetzt auch noch angeschafft werden.

Und die Streckenplanung. Und das ist eine Herausforderung, denn das Wandern auf den Azoren ist mehr ein Autofahren zu einer Wanderstrecke. Nur auf der Insel Santa Maria gibt es einen Rundweg. Auf den anderen Inseln gibt es zwar zahlreiche Wanderwege, aber keine zusammenhängende. Campingplätze gibt es relativ wenige. Zudem kommen wir durch die Verschiebung in eine Zeit, zu der die Inseln sehr belebt sind. Das Wandern auf den Azoren wird also etwas anders.

31.05.

Gestern haben wir uns in Duisburgs Outdoorgeschäft Rucksäcke angeschaut. Wenn wir das Equipment vollständig haben, kaufen wir sie und testen sie mit dem Gepäck aus. So haben wir die Möglichkeit noch zu tauschen. Das Geschäft ist sehr kompetent und flexibel, allerdings ist das auch abhängig vom anwesenden Personal.

Neue Schlafsäcke sind auch bestellt. Nun müssen wir uns nur noch für den Brenner und Geschirr entscheiden. Spannend wird auch noch das Thema Kleidung. Genug Sportkleidung haben wir zwar, aber wir müssen uns auf das Nötigste beschränken.

Die Zelte haben wir zur Probe in der Wohnung aufgestellt. Da es freistehende waren – kein Problem.

Die Ausrüstung ist komplett

20.06.

Die Ausrüstung ist komplett und wir werden in den Rucksäcken genug Platz haben. Alles ist ausgewählt nach ultraleichten Gepäck. 8 Wochen wandern mit Gepäck muss gut geplant sein. Leider ist leicht auch nicht grade billig. Die Auswahl hat insgesamt einige Wochen gedauert.

Vernachlässigt hatten wir den Punkt, dass die Gaskartuschen nicht im Flugzeug transportiert werden dürfen. Zunächst haben wir uns mit der Alternative eines Benzinkochers beschäftigt, da Benzin überall erhältlich ist. Dann dies aber schnell verworfen, weil es zu sehr gestunken hätte.

Letztendlich sind wir bei Stechkartuschen angekommen, da diese am ehesten zu bekommen sind. So zumindest die Aussage der Touristenbüros der betreffenden Inseln.

Hier ist eine Auflistung unseres Equipment für die Reise „Wandern auf den Azoren“

  • Zelt freistehend, 1400 g,
  • 2 Sommerschlafsäcke, 250 g,
  • 2 Matten , 340 g,
  • Unterlage fürs Zelt, 260 g, ( da haben wir eine Plane aus dem Baumarkt genommen)
  • Rücksack 55l, 960 g,
  • Rucksack 48l, 1100 g,
  • Kocher , 200 g,
  • stechkartuschenkocher , 480 g
  • Topf und Besteck, 80 g,

26.06.

Nachdem wir nun alles zusammen haben müssen wir die Planung fertig stellen. Zumindest die grobe Strecke muss stehen.

Grade über die Fähren gibt es in den Foren und Blogs viele falsche oder veraltete Aussagen. Deshalb fragen wir jetzt immer direkt bei SATA Airlines, Altanticoline oder im Tourismusbüros nach. Das klappt schnell und gut.

30.06.

Wir haben die Fähren und Flüge gebucht. Bei einigen Verbindungen wurde es auch Zeit. Teilweise waren nur noch wenige Plätze frei. Bei einer Flugbuchung hatte das Ticketsystem Probleme. Ein Anruf bei Sata Airlines hat das gelöst. Die sind gut und flexibel.

04.07.

Gestern haben wir unsere gepackten Rucksäcke gewogen. Dann war heute erst mal Gewicht reduzieren angesagt…

Und 2 Tickets für die Besteigung des Pico haben wir gekauft. Es waren nur noch wenige Tickets zu bekommen, obwohl noch 24 Tage Zeit ist.

Sao Miguel

14.07.

Wir hatten für die ersten 3 Tage den Zeltplatz in Sete Citades geplant und dort zu wandern. Den Plan haben wir schnell verworfen. Es gibt zwar zahlreiche Wanderwege , diese sind aber selten miteinander verbunden. Und auf den Straßen zu laufen ist dort sehr unangenehm. Die Autofahrer sind nicht immer rücksichtsvoll.

Die Landschaft und die beiden Kraterseen sind dennoch toll und eine Reise wert.

Eine andere Variante wäre mit dem Bus zu den Startpunkten der einzelnen Wanderungen zu fahren. Aber das Busfahren ist eine andere Herausforderung. Es gibt auf Sao Miguel 3 Busanbieter die die Strecken bedienen. Aber die Fahrpläne zu finden ist nicht so einfach. In der Touristeninformation von Ponta Delgada bekommt Ihr einen Streckenplan der Linien und findet die Verbindungen. Oder direkt auf den Webseiten:

http://www.autoviacaomicaelense.pt/

https://www.crp-caetanoraposopereiras.pt/
chronologisch geht es eigentlich erst nach Santa Maria, aber hier schreiben wir wegen des Zusammenhangers erst mal weiter über Sao Miguek
20.07.

Ribeira Grande

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Den Großteil des Tages haben wir mit dem Transfer nach Ribeira Grande verbracht.

Der Zeitaufwand für die Busfahrten und den Flug ist nicht zu unterschätzen.

Deshalb haben wir uns am späten Nachmittag nur einen kurzen Überblick über den Ort verschafft, etwas eingekauft und den Rest des Abends die Idylle des Grundstücks genossen.

21.07.

In der Umgebung von Ribeira Grande kannst Du unterschiedliche Wanderungen zum Beispiel zu den Thermalbädern machen, aber auch größere Touren. Auch schön ist es in der Altstadt zu verweilen oder das Meerschwimmbad besuchen.

Ferienwohnungen in Ribeira Grande

Dagmar und Tom haben auf einem wunderschönen Grundstück im Tal des Flusses verschiedene Ferienwohnungen. Die Lage im Tal ist idyllisch und ruhig, andererseits bist Du schnell im Ort und kannst auch den Busbahnhof gut zu Fuß erreichen. Du erreichst sie über:

Unser Fazit zu Sao Miguel

Sao Miguel ist eine Insel mit viel Betriebsamkeit und Verkehr. Einige unserer Ziele konnten wir nicht machen. Deshalb ist da eine ordentliche Beurteilung schwer möglich. Das Wandern ist schwierig, das trampen unmöglich. Die Busverbindungen sind Recht gut.

Santa Maria

16.07.

unsere 2. Insel ist Santa Maria. Hier gibt es einen Rundwanderweg um die Insel den man organisiert laufen kann. Verpflegung und Gepäcktransport wird mit organisiert.

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wir wären den Weg auch gern gelaufen. Da es aber nur einen Campingplatz gibt und wir nicht schwarz zelten wollten, haben wir den einzigen Campingplatz genommen und von dort aus Wanderungen unternommen.

Am ersten Tag sind wir vom Flughafen zum Campingplatz Praia Formosa gelaufen. Ab Vila do Porto ging der Weg über den genannten Rundwanderweg. Leider war dieser an einer Stelle so matschig, dass wir zurück zur Straße gegangen sind und so einen riesigen Umweg machen mussten. Das war sehr schade, denn der Weg die Küste entlang ist sehr schön.

Rita fragte irgendwann eine Frau nach dem Weg. Wahrscheinlich sah sie so leidend aus, dass die Dame uns anbot zum Campingplatz zu fahren. Das war toll, denn die Strecke war noch recht lang.

Nach nur 2 Stunden Schlaf auf den Flughafen und dann noch 20 Kilometer mit dem schweren Rucksack kann man aber auch mal etwas erschöpft sein.

In den kommenden Tagen haben wir dann erlebt wie selbstverständlich das Mitnehmen von Anhalten für die Insulaner ist. Selbst in Frankreich war früher das trampen nicht so leicht.

17.07.

wir haben uns vorgenommen den genannten Rundwanderweg weiter zu laufen bis Ponta do Castelo.

Aber auch heute hatten wir Pech. An einer Stelle war es wieder so matschig, dass wir umkehren mussten und die Straße laufen. Später kamen wir an einer Weide wo kein weitere Weg zu erkennen war. Und durch unsere Wanderungen sind wir da ja eigentlich ausreichend erprobt. Also wieder Straße.

Zum Glück nahm uns ein Busfahrer ein Stückchen mit. Den Rückweg wollten wir ohnehin trampen und hatten da richtig Glück. Das erste Auto hielt und das ältere Ehepaar machte für uns extra einen kleinen Umweg und brachte uns direkt zum Ziel.

Dennoch waren wir total begeistert von der Landschaft, den Dörfern und der Fauna. Und natürlich den freundlichen hilfsbereiten Insulanern. Einige tolle Dinge hätten wir nicht erlebt ohne diese ungeplanten Ereignisse.

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18.07.

Heute haben wir uns eine kleine Rundwanderung von São Pedro aus vorgenommen in Richtung Küste und Barreiro da Faneca. Die Barreiro da Faneca werden als geologische Sehenswürdigkeit gepflegt und als Wüste von Santa Maria bezeichnet. Es ist ein altes Tonabbaugebiet ohne Vegetation.

Ansonsten zeichnet sich der Norden der Insel durch eine üppige Vegetation aus.

Leider war zunächst hier der Wanderweg nicht optimal ausgezeichnet.

Aber mittlerweile denke ich es ist auf dieser Insel egal. Wenn man woanders her geht ist es auch schön und interessant.

Die Kühe hier sehen übrigens nicht nur gut aus, sie sind auch sehr neugierig. Wenn Du an ihnen vorbei gehst beobachten sie Dich genau. Und selbst die Milchkühe sehen nicht so schrecklich aus wie die hochgezüchteten deutschen Milchkühe.

19.07.
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weil es hier am Strand so schön ist legen wir einen Relaxtag ein.

Kaffee hatten wir schon, Grade etwas geschwommen. Dann erst Mal in die Strandbar.

Mehrfach waren wir im Wasser. Allein der Strand, die Kulisse und der Campingplatz ist schon eine Reise wert.

Aber es gibt ohnehin einige tolle Ziele auf Santa Maria.

Morgen geht es noch Mal für 4 Tage nach Sao Miguel. Dagmar und Tom – die wir hier auf dem Campingplatz kennengelernt haben, waren so nett uns auf ihrem Grundstück zum campen einzuladen. Das ist in Ribeira Grande auf dem Gelände einer alten Wassermühle. Von dort aus können wir gut die geplanten Touren machen. ( siehe auch oben bei Ferienwohnungen in Ribeira Grande)

unser Fazit zu Santa Maria

Santa Maria hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen. Die Insel und die Menschen strahlen eien Ruhe und Gelassenheit aus. Alle sind hilfsbereit und freundlich. Landschaftlich waren wir auch sehr angetan und es gibt hier den wohl schönsten Sandstrand der ganzen Inseln.

Pico

24.07.

Heute ist wieder ein Transfertag. Der Flug nach Pico dauert zwar nur eine Stunde, aber die Anreise zum Flughafen – Tom ist so nett uns zu fahren, da ist es nicht so schlimm – dauert eben immer und dann die Strecke weiter.

Vom Flughafen aus sind wir die Küste entlang gelaufen in Richtung des Formosinha camping park. Da dort aber nur Lavaasche als Untergrund war und es dort ohnehin unattraktiv war sind wir weiter bis Madalena gelaufen. Die 10 km mit den Rucksäcken hat dann aber auch gereicht.

So könnten wir in Ruhe die Landschaft genießen, die sich deutlich von den vorherigen Inseln unterscheidet. Viele Weinfelder, von denen hier aber auch einige nicht mehr genutzt werden. Und viele Bäume bzw. teilweise Wälder.

Der Campingplatz dort soll aber auch sehr schlecht sein.

Deshalb haben wir beschlossen nach Lajes weiter zu fahren. Das trampen war ab Madalena deutlich einfacher, aber längst nicht so gut wie auf Santa Maria. Offensichtlich sind vor allem Touristen bereit jemanden mitzunehmen.

Den Recht übersichtlichen Busfahrplan findest Du hier:

Lajes ist ein gemütlicher Ort von dem auch gut Walsafaris gestartet werden können. Angeblich die besten.

25.07.

Heute sind wir in Lajes und Umgebung geblieben. Es gibt einen Rundwanderweg und einige schöne Strecken die nicht direkt hier losgehen.

wichtig ist Lajes aber für diejenigen, die eine Waltour machen wollen.

Lajes war ein wichtiger Walfängerort und nun eben einer für die Beobachtungen.

Es ist zwar ein netter Ort, hat aber sonst nicht viel zu bieten.

26.07.

Madalena

Heute sind wir nach Madalena. Da der Bus erst um 14:00 Uhr kam sind wir erst ein Stück gelaufen und dann getrampt. Es hat eine Weile gedauert. 2 Touristenpaare wollten uns mitnehmen, aber die kurze Strecke hat keinen Sinn gemacht. Schließlich hat ein Einheimischer uns bis Madalena mitgenommen.

Das war gut, denn so konnten wir uns den Ort ausgiebig anschauen, was schnell ging, denn groß ist er nicht.

Unser Fazit zu Pico

Wir hatten unseren Aufenthalt auf Pico verkürzt, weil uns die Campingplätze und die allgemeine Atmosphäre auf der Insel nicht gefallen haben. Es mag sein, das wir was verpasst haben, waren aber froh mehr Zeit für Anderes zu haben.

São Jorge

28.07.

Heute sind wir nach São Jorge mit der Fähre gefahren. Ursprünglich hatten wir eine Pico-Tour geplant. Diese habe wir wegen des schlechten Wetters nicht durchgeführt und habe 2 Tage früher übergesetzt.

Die Umbuchung des Fährentickets war problemlos.

Wenn Du vom Fährhafen in den Ort kommst passiert Du auch die Touristeninformation. Dort haben wir uns als erstes wieder einen Busfahrplan besorgt.

Wie wir uns schon gedacht hatten ist für unsere Tour die Insel topografische optimal. Die Übernachtungsorte liegen am Meer, um die Strecken zu überwinden muss man hoch auf den Berg.

Insgesamt gibt es über 70 Fajas. Dies sind flache Bereiche am Fuß der Steilküste, die durch Erosion oder Lavaströme entstanden ob sind. Da muss man dann schon mal ein paar hundert Meter hoch und runter.

Landschaftlich ist das eine interessante Besonderheit, aber mit dem Gewicht auf dem Rücken bei dem schwülen Wetter nicht der allergrößte Spaß.

Allein die Strecke von Velas aus war schon eine Herausforderung. Ein Stückchen Richtung Urzelina hat uns ein Einheimischer mitgenommen. Eigentlich wollte er nicht sehr weit fahren, aber dann fiel ihm wohl ein, dass er in einer Bar einen wichtigen Termin hatte. So wurden wir von den 20 km fast 10 km mitgenommen.

Der Campingplatz in Urzelina ist sehr gut gepflegt mit zahlreichen Bäumen. Auch das angeschlossene Schwimmbad ist im Preis ( 5€ p.P.) inbegriffen.

29.07.

Heute haben wir eine Wanderung nach Fajã das Almas gemacht. Die Landschaft ist eindrucksvoll und schön. Leider war es sehr feucht und warm und wir haben die Steigungen nicht berücksichtigt.

Schön war es dann am Zielort ins Wasser zu gehen und etwas zu schwimmen. Dummerweise hatten wir zwar unsere Badesachen nicht mit. Aber wir können ja improvisieren.

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Kurz vor Fajã das Almas hielt eine nette Dame an und fragte uns, ob sie uns nicht besser mitnehmen solle. Die Menschen hier sind schon toll. So haben wir uns das letzte steile Stück gespart.

31.07.

Fajã da Caldeira Santo Cristo

Es gibt eine schöne Wanderstrecke zur Fajã da Caldeira Santo Cristo. Um zum Startpunkt zu gelangen hatten wir eine Strecke von ca. 20 Kilometer zurückzulegen. Nach einigen Kilometer laufen nahm uns ein Pärchen aus Amsterdam ein Stückchen mit. Kurz hinter der Stelle an der sie uns raus gelassen haben kam ein Supermarkt in dem wir erst Mal einkaufen wollten, denn wir hatten erst ein trockenes Brötchen uns zum Frühstück geteilt.

Grade im dem Moment hielt ein Landwirt an und fragte wohin wir denn wollen. Die Gelegenheit wollten wir nicht abschlagen. Er brachte uns zum Wanderstartpunkt.

Seine Kuhherde, zu der er wollte , war nicht weit entfernt. Wir hatten uns toll unterhalten und er hat stolz erzählt, dass er seine Werkzeuge immer in Deutschland bestellt.

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Das Ganze hatte nun natürlich zur Folge, dass wir ohne Verpflegung unterwegs waren und der Hunger dann schon ein wenig sich gemeldet hat.

Die Wanderstrecke ist knapp 6 Kilometer lang -es gibt eine etwas längere, die nicht so steil ist- und sehr gut ausgeschildert. Die komplette Strecke geht bergab.

Die Fajã da Caldeira zeichnet sich durch den Kratersee aus, der an einer Stelle bei Flut mit dem Meer verbunden ist. Er ist bekannt für eine Muschelart, die nur hier vorkommt.

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Die Gebäude werden fast ausschließlich für touristische Zwecke genutzt.

Es gibt 2 Restaurants, was in diesem Fall für uns sehr wichtig war.

Empfehlenswert ist das O Borges. Es hat sehr moderate Preise, nettes Personal und gutes Essen.

Auch bei Surfern ist die Fajã sehr beliebt, weil hier relativ zuverlässig gute Wellen entstehen.

Die meisten Tagestouristen wandern weiter zur Fajã dos Cubres. Sie parken ihr Auto dort und lassen sich von einem Shuttleservice zum Start der Wanderung bringen.

Den Service wollten wir natürlich nicht und wir hatten mit unseren schweren Rucksäcken reichlich zu tun.

Wir wollten lieber die ruhige Atmosphäre des Ortes genießen und haben auf dem Campingplatz übernachtet. Der hat relativ neue und gute sanitäre Anlagen. Und offensichtlich ist er kostenfrei.

01.08.

Fajã dos Cubres

Am nächsten Tag sind wir zur Fajã dos Cubres gelaufen. Wie erwähnt parken viele Wanderer hier ihr Auto. Auch gibt es hier einen Transport – und Gepäckservice zur Fajã da Caldeira. Von hier kommt man nur mit einem Quad oder zu Fuß weiter.

Unterwegs kommst Du an der Fajã do Belo vorbei. Hier hat ein Touristikunternehmen das komplette Dorf zu einen Urlaubsdomizil umgestaltet.

in der Fajã dos Cubres gibt es eine Salzwasserlagune die nicht nur Vogelliebhaber anzieht. Hier fangen die Fischer Garnelen, die als Köder für Zackenbarsche genutzt werden.

Wir sind hier von unserem Vorsatz abgewichen auf unserer Tour kein Taxi zu nutzen. Aber wir hatten so früh am Tag keine andere Chance hoch zur Hauptstraße zu kommen. Und laufen war hier keine Option.

Ober auf der Hauptstraße ging es dann wesentlich besser. Es fuhren zwar wenig Autos, aber wir kamen dennoch relativ gut in Richtung Calheta und mussten nur die letzen 6 Kilometer laufen. Das reichte aber auch, denn wir hatten ja morgens schon einige Kilometer geschafft.

02.08.

Unseren Plan an den Osten der Insel zu fahren müssen wir leider verwerfen. Eine Anfrage bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass die Sanitäranlagen des dortigen Campingplatzes noch renoviert werden und nicht nutzbar sind.

So haben wir uns heute Calheta angeschaut. Das war sehr übersichtlich.

Den Rest des Tages haben wir dann am Meer verbracht und die Planung der nächsten Tage in Angriff genommen.

03.08.

Velas

Heute sind wir nach Velas gegangen. Von Calheta aus zur Hauptstraße hoch hatten wir keine Chance mitgenommen zu werden, so dass wir den Berg hoch die ersten Kilometer gelaufen sind. LP

Dann nahm uns ein Portugiese aus Lissabon mit und später eine Familie, die in Velas schwimmen gehen wollten. Eigentlich war das Auto fast voll, aber es hat geklappt. Wichtig ist es bei diesen Gelegenheiten meist redselig zu sein. Englisch können die meisten gut. Nur das viel reden ist bekanntermaßen nicht meine Stärke. Der Vater war richtig begeistert, sich über seine Insel und unsere Tour austauschen zu können. Und er hat sich sehr gefreut als er gehört hat, was uns an Sao Jorge besonders gefallen hat. Sie haben uns sogar bis zum Campingplatz gebracht.

Auch sind unsere Fahrer immer wieder begeistert, dass wir alle 9 Inseln besuchen wollen. Es fällt immer wieder das Wort „crazy“. Viele Fragen nach ob wir tatsächlich Corvo dabei haben und sind begeistert, dass wir dort 3 Tage geplant haben.

Velas ist zwar auch eine kleine Stadt, aber man merkt, dass es die Inselhauptstadt ist. Der kleine Bereich der Altstadt ist liebevoll gepflegt.

Morgen früh werden wir die Fähre nach Graciosa nehmen. Wenn der Tickettausch auch wieder so einfach funktioniert. Aber laut deren AGB ist das ja so.

Insgesamt hat uns Sao Jorge sehr gut gefallen. Es herrscht eine ruhige und gelassene Atmosphäre, die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und spannend, insbesondere durch die Faja, aber auch manche Krater.

Die Vegetation ist auch sehr vielfältig und kann innerhalb weniger Kilometer sich stark ändern. Es gibt zahlreiche schöne Wanderwege. Diese sind aber leider oft so angelegt, dass man eigentlich ein Mietwagen benötigt und selbst dann noch auf einen Transfer angewiesen ist.

Wir kamen mit dem trampen sehr gut zurecht und hatten dabei zahlreiche tolle Begegnungen.

Auf dem Weg nach Graciosa konnten wir von der Fähre aus noch mal die typische Form der Insel mit den steilen Küsten betrachten.

Unser Fazit zu São Jorge

São Jorge hat uns sehr schnell extrem gut gefallen. Sowohl landschaftlich als auch von der Vegetation her extrem abwechslungsreich. Du findest fast in jeder Faja andere Vegetation und Formen. Und auch hier sind die Menschen interessiert und hilfsbereit.

Graciosa

04.08.

Die Fahrt mit der Fähre nach Graciosa dauert ca. 3 Stunden. Das schöne hierbei ist, dass Du in Ruhe noch mal die Insel betrachten kannst, denn die Fähre muss sie ein guten Stück umfahren.

Und Du kannst Dich auf Graciosa bei der Anfahrt einstimmen.

Du kommst an am Hafen von Praia.

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Wir haben zunächst einen Campingplatz bei Praia gewählt. So hatten wir Zeit den Nachmittag noch für eine Wanderung zu nutzen. Laut unserem Wanderführer sind es can 1,5 Stunden zur Caldeira und Furna do Enxofre. Den Wanderführer können wir dann nicht empfehlen, denn die Beschreibung war falsch und es war deutlich weiter. Auch sonst stehen grade zu Graciosa falsche Dinge drin. (Rother). Später haben wir festgestellt, dass noch mehr Fehler vorhanden sind.

Aber dennoch war es eine tolle Wanderung durch eine abwechslungsreiche und tolle Landschaft. Im Krater hast Du eine Dichte und abwechslungsreiche Vegetation.

05.08.

Carapacho

Da der Zeltplatz in Praia nicht ganz so gut war, sind wir heute 7,5 km nach Carapacho gelaufen. Dort wollten wir wegen des Thermalbädern sowieso hin. Trampen ging auf der Strecke schlecht.

Das Thermalbad liegt direkt am Meer mit einem vorgelagerten Badebereich. Das Meerwasser soll auch etwas aufgewärmt werden. Innen darfst Du 30 Minuten kostenfrei in 40 Grad warmen Wasser entspannen. Das Bad hat eine lange Tradition und gilt als heilend.

Um das Thermalbad haben sich einige Urlaubsdomizile entwickelt.

Abends hatten wir dann noch eine Wanderung zum nächsten Supermarkt, der knapp 4 Kilometer weg war.

Zum Glück sind die Berge auf Graciosa nicht so hoch. Und ein kleines Stückchen auf dem Hinweg wurden wir mitgenommen.

Aber auch hier hat sich mal wieder gezeigt, dass man auf solchen Touren die Gegend am Besten kennenlernt und einen Eindruck von den Menschen bekommt.

06.08.

Santa Cruz

Heute sind wir nach Santa Cruz gegangen. Bzw. dann doch nach Praia.

Da Sonntag ist und kein Bus fährt, sowie die Einheimischen nicht aufgeschlossen gegenüber Trampern sind, war das bei der Hitze eine Herausforderung. Bis zum Campingplatz waren es 18 Kilometer. Ca. 5 Kilometer sind wir dann aber doch mitgenommen worden.

Die Orte Luz und Guadalupe unterwegs auf der Strecke sind nichts Besonderes. Immer wieder fällt auf, dass es zwar einige Häuser gibt die offensichtlich wohlhabenden Menschen gehören, allerdings bei vielen ist schon eine gewisse Armut vorhanden.

Landschaftlich sieht man es, dass es auf der Insel etwas trockener ist als auf den anderen.

Der vorgesehene Übernachtungsplatz Barro Vermelho hat uns nicht gefallen. Es ist ein zum Campen freigegebener Picknickplatz. Dieser war an dem Sonntag stark besucht und die Sanitäranlagen hätten erst mal gereinigt werden müssen.

So haben wir beschlossen doch in Praia zu übernachten und sind zunächst wieder zurück nach Santa Cruz gelaufen.

Dort haben wir einen Taxifahrer unsere Rucksäcke in den Kofferraum gelegt und uns mit ihm für später verabredet, damit er uns nach Praia bringt.

Wir haben uns zunächst Santa Cruz angeschaut und sind auf den Berg gegangen um uns die Stierkampfarena anzuschauen. Eine Arena in einem Vulkankrater haben wir auch noch nie gesehen.

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07.08.

Dadurch, dass wir gestern bereits nach Praia gefahren sind und die Fähre nach Faial erst um 20:15 Uhr abfährt, verbringen wir einen ruhigen Tag.

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Nach einem gemütlichen Frühstück geht es an den Strand, wo wir beobachten können wie Bauarbeiten ohne eine allgegenwärtige Berufsgenossenschaft durchgeführt werden.

Unser Fazit zu Graciosa

Wenn Du die Azoren richtig kennen lernen möchtest gehört Graciosa sicher dazu. Schon allein weil Sie in Folge des geringeren Niederschlages und der Topographie sich von den anderen Inseln Unterscheidet.

Und es wegen der Größe und geringeren Einwohneranzahl ruhig zu geht.

Allerdings scheinen die Insulaner auch keine Wanderer zu kennen. Manche fahren sehr schnell und nah an einem vorbei. Und das auf Straßen, die als Wanderstrecke ausgezeichnet sind.

Wenn Du Dich für Europas größte Lavakuppel interessierst oder die Arena im Krater musst Du hier hin. Sonst gibt es hier nichts Einmaliges.

Graciosa wird als Insel der Windmühlen bezeichnet. Wir haben nur wenige renovierte gesehen. Diese sind an prägnanten Standorten wie am Hafen von Praia oder in Santa Cruz platziert und teilweise sicher auch sehenswert. Allerdings gibt es auf den anderen Inseln ähnliche.

Selbst im Raum Duisburg gibt es so viele.

Die Insel deshalb als Insel der Windmühlen zu bezeichnen finde ich übertrieben, auch wenn es früher mal wesentlich mehr waren.

Da wir genug Zeit haben, ist es schön, auch Graciosa gesehen zu haben. Aber unser Ziel war es ja ohnehin alle Inseln kennenzulernen.

Faial

08.08.

Horta

Zugegebenermaßen war der Tag nach der kurzen Nacht etwas anstrengend. Wir sind vom Campingplatz aus nach Horta gelaufen.

Horta ist Kreisstadt der Insel und für azorianische Verhältnisse eine relativ große Stadt mit 2500 Einwohnern. Dazu kommen aber zahlreiche Touristen und auch Segler.

Durch diese erlangt die Stadt eine ganz andere Atmosphäre als die Orte auf den anderen Inseln. Wir hatten zwischenzeitlich den Eindruck, viele sind arroganter und fühlen sich besonders wichtig. Das die Insulaner außerhalb der Stadt generell ganz anders sind hat sich dann aber herausgestellt. Wir haben extrem nette Menschen kennengelernt.

Interessant ist die Galerie der Wappen im Hafen. Jeder Skipper darf an der Kaimauer sein Wappen verewigen. Das verewigen klappt zwar nicht ganz. Manche verbleichen Recht schnell. Sonst würde der Platz aber ja auch schon lange nicht reichen. An manchen Stellen würde der Platz aber auch bereits erweitert.

Auch am Hafen befindet sich das Café Sport, welches bei Seglern einen legendären Ruf hat als Treff, Kontaktzentrale, Poststelle und Ort zum Feiern. Im angeschlossen Souvenirshop versuchen sie Ihren Ruf zu monetasieren. Wir haben dort nichts entdecken können, was uns interessieren könnte.

Interessant fand ich das Walfangmuseum in der alten Waldverarbeitungsfabrik. Alle Maschinen sind noch vorhanden und werden anschaulich erläutert. Wenn man sieht wie intensiv ein Wal verwertet wurde, kann man erkennen wie groß die wirtschaftliche Bedeutung für die Bürger war.

Die Stadt besitzt den einzigen botanischen Garten auf der Insel.

09.08.

Caldeira do Cabeço Gordo

Heute ist zwar Regen angesagt aber wir haben uns dennoch zur Caldeira aufgemacht. Wir dachten umdrehen geht immer und so sehen wir noch etwas vom Inselinneren.

Die ersten 2 Kilometer und somit gut 200 Meter Steigung haben wir mit dem Bus gemacht. Dennoch hatten wir noch 15 Kilometern und ca. 800 Höhenmeter vor uns.

Aber wir hatten wieder Glück. Ein Einheimischer nahm uns ein kurzes Stückchen mit. Später noch ein Taxifahrer, der oben eine Wandergruppe abgeholt hat. Das war schon der zweite Taxifahrer, der uns beim trampen kostenlos mitgenommen hat. Und auf dem Rückweg wurden wir von einer deutschen Touristin, die auch grade ihre Wanderung beendet hatte, einige Kilometer mitgenommen.

Dennoch war genug Strecke zum Laufen übrig und wir haben eine Menge unterwegs gesehen.

Je höher man kommt, desto mehr sind verlassene Grundstücke zu sehen. Auch der Bewuchs ändert sich und die blau blühenden Hortensien, welche der Insel den Beinamen „die blaue Insel“ gegeben haben, werden immer zahlreicher, dichter und größer.

Oben angekommen sind wir zwar noch ein Stück den Rundweg um den Kraterrand gelaufen, aber den Nebel und der Wind wurden so stark, dass eine Umkehr sinnvoll war.

Von unterwegs hatten wir immer wieder einen tollen Ausblick das Umland.

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Wir sind bei der Abendbeschäftigung. Planung für die nächsten Tage. Habe grade SATA angeschrieben wegen der Umbuchung des Fluges nach Flores. Letztes Mal hat es ja 6 Stunden vorher problemlos geklappt. Dieses Mal werden wir aber knapper am Flughafen ankommen. Letztendlich habe ich das dann aber doch telefonisch gemacht.

10.08.
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Heute ist Relaxtag

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Morgen geht es nach Castelo Branco.

In Faial haben wir den Nordwesten ausgelassen. Der dortige Campingplatz berechnet nach Tagen. Abgesehen davon, dass wir so etwas noch nie erlebt haben und nicht akzeptieren wollen, wäre uns das zu teuer geworden. Abends anreisen, ein Tag vor Ort, morgens abreisen und dann 3 Tage zahlen – dazu noch für portugiesische Verhältnisse sehr viel – fanden wir unpassend. Zumal wir dort nur zu dem jungen Inselgebiet gewandert wären. Und junge Vulkangebiete kennen wir ja ausreichend.

11.08.

Castelo Branco

Heute sind wir nach Castelo Branco. Der Hauptgrund ist, das dort ein Campingplatz bzw. Picknickplatz mit Campingmöglichkeit ist. Dieser liegt direkt am Flughafen.

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Man muss nur einmal auf die andere Seite laufen. Direkt darunter ist ein Naturbad und Schwimmbad mit Meerwasser. Das Meerbad war wegen des starken Seegangs allerdings gesperrt.

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Ein gutes Stück wurden wir wieder mitgenommen und ausgiebig über unsere Pläne ausgefragt.

Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Aber er hatte wenigstens einen Supermarkt, der nur 500 Meter entfernt ist.

Als wir dort waren hatte Grade eine portugiesische Familie eine Geburtstagsfeier. Abend hatten sie uns dann noch zum Grillen eingeladen. Das war auch mal wieder ein toller Abend und wir haben nette Menschen kennengelernt. Und Top gegrilltes Hähnchen gegessen.

Morgen geht es dann nach Flores.

12.08.

Heute haben wir zum ersten Mal das Zelt im Regen abgebaut. Alle Sachen im Zeit einpacken war schon sehr ungewohnt in einem so Kleinen. Aber ich wollte ohnehin mal sehen wie es ist, das Außenzelt zuletzt abzubauen.

Zum Glück hat unsere Beweglichkeit in den letzten Wochen zugenommen und ein paar Kilo sind auch nicht mehr im Weg.

unser Fazit zu Faial

Auch hier haben wir einige nette Menschen kennengelernt. Nur im direkten Bereich von Horta hatten wir den Eindruck, dass der eine oder andere etwas eingebildet war und sich für etwas Besonderes hielt.

Den Norden haben wir ausgelassen. Die Caldeira haben wir leider bei Nebel erwischt.

Und wir haben ein gutes Rezept für das Würzen von gegrillten Hähnchen erfahren.

Flores

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Wir waren dann sehr früh am Flughafen und ausgerechnet unser Flug wurde dann Wetterbedingt gecancelt. Dadurch kamen wir erst um 19:00 Uhr auf Flores an. Die Supermärkte hatten schon zu, am nächsten Tag auch. Da sind dann 2 Tage essen gehen angesagt.

Santa Cruz

Zelt aufbauen, Rundgang durch den Ort und dann noch ein Bierchen. Das war es dann schon für heute.

13.08.

Heute war erstmal Waschtag angesagt und wir haben ein wenig die Küste erkundet. Anschließend sind wir noch mal in den Ort und uns den Busfahrplan erklären lassen. Und der ist tatsächlich erst verständlich noch einer Einweisung.

Aber einmal in Fahrt hat der Herr in der Touristeninformation uns noch einige sehr interessante Dinge über die Insel erzählt und, als er gehört hat woher wir kommen, uns einen Deutsprachen Informationsflyer über Corvo mitgegeben. Da hat sich mal wieder gezeigt, dass sich ein Besuch der örtlichen Touristeninformation oft lohnt.

Anschließend noch eine Besichtigung der Kirche und dann zurück zum Zeltplatz. Ein großer Teil der Wäsche musste neu aufgehangen werden.

Anschließend sind wir schwimmen gegangen und beim Abendessen und dem Feierabendbierchen die Planung für die nächsten Tage gemacht. Direkt unterhalb des Campingplatz ist ein großes Naturbad.

14.08.

Ponta Delgada

Heute sind wir nach Ponta Delgada. Da die Strecke recht weit ist, sind wir wieder eine Teil getrampt, bzw. haben jemanden angesprochen, der grade in sein Auto stieg.

So kamen wir zu unserer ersten Fahrt auf der Ladefläche eines Ranger Rovers. Zuerst sagte der Fahrer, das geht nicht, weil es nicht erlaubt ist, dann meinte er, uns den Berg mit hoch zunehmen. Später hielt er kurz um uns zu sagen er müsse hier links abbiegen, bringt uns aber noch weiter, weil es ist ja noch so weit. Zwischendurch hielt er sogar noch an einem Aussichtspunkt an, damit wir fotografieren können.

Die Strecke nach Ponta Delgada ist abwechslungsreich und schön. Wir waren aber auch froh nicht alles laufen zu müssen. Die Steigungen sind enorm.

Ponta Delgada war bis auf die Aussicht Recht unspektakulär. Eine Wanderung entlang der Küste ist aber bestimmt auch toll. Wir mussten unsere Wanderung zum Leuchtturm wegen eines starken Regenschauers abbrechen.